Wälder in Deutschland: eine ausführliche Erkundung der grünen Schätze
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Märchenwälder, ja — aber vor allem das Land, in dem das Wort Nachhaltigkeit 1713 geprägt wurde und in dem die wissenschaftliche Forstwirtschaft erfunden wurde.
- 11,4 Millionen Hektar
- 32 % des Landes
- Nachhaltigkeit, 1713



Deutsche Wälder kurz gefasst
Wälder bedecken etwa 11,4 Millionen Hektar, rund 32 Prozent der gesamten Landfläche — verteilt über Regionen mit stark unterschiedlichen Böden und Klimaten.
Die Geschichte reicht von der Vorgeschichte bis heute. In der Römerzeit und im Mittelalter wurden große Teile für Landwirtschaft und Siedlungen gerodet; Holz ging in Massen in Bau, Heizung und Gewerbe, mit erheblicher Entwaldung als Folge.
Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert schlug die Sorge um die Holzversorgung in Handeln um. Deutschland wurde zur Wiege der wissenschaftlichen Forstwirtschaft, mit dem Begriff Nachhaltigkeit: nicht mehr Holz ernten, als der Wald nachbilden kann. Das ist die Idee, die wir heute Nachhaltigkeit nennen.
Hans Carl von Carlowitz war kein Naturschützer, sondern Verwalter des sächsischen Bergbaus. Seinen Gruben drohte das Grubenholz auszugehen. 1713 schrieb er, dass nicht mehr geschlagen werden dürfe, als nachwächst — rein wirtschaftliche Notwendigkeit, die drei Jahrhunderte später zur Grundlage des Umweltdenkens wurde. Siehe nachhaltige Waldbewirtschaftung.
- Waldfläche
- etwa 11,4 Millionen Hektar
- Anteil
- etwa 32 % des Landes
- Laubwald
- Mittelgebirge und Tiefland: Buche, Eiche, Ahorn
- Nadelwald
- höhere und ärmere Böden: Fichte, Kiefer
- Begriff Nachhaltigkeit
- Von Carlowitz, 1713
- Rolle
- Ökologie, Wirtschaft, Kultur und Erholung
Seien wir ehrlich: um die deutschen Fichtenwälder steht es schlecht. Jahre der Trockenheit schwächten die Bäume, wonach der Buchdrucker ganze Bestände auslöschte. Große Teile von Harz und Sauerland liegen in den letzten Jahren kahl — die bislang sichtbarste Klimawirkung auf den europäischen Wald.
In Bildern · Laubwald, Nadelwald und die Berge
Schematische Zeichnung.
Laubwald, Nadelwald und die Berge
Laubwälder
Bestimmen die Mittelgebirge und das Tiefland. Die wichtigsten Arten sind Buche, Eiche und Ahorn — die Buche ist so bestimmend, dass man von einem natürlichen Buchenland spricht.
Nadelwälder
Vor allem auf ärmeren, höheren und saureren Böden, und in großem Umfang für die Holzproduktion angepflanzt. Fichte und Waldkiefer überwiegen.
Bergwälder
In den Alpen und den höheren Mittelgebirgen, mit Weißtanne, Fichte und Buche. Sie erfüllen eine Schutzfunktion gegen Lawinen und Erosion.
Auen- und Bruchwald
Entlang der großen Flüsse, durch Begradigung stark zurückgedrängt, aber stellenweise in Erholung.
Der Schwarzwald im Südwesten, der Bayerische Wald an der tschechischen Grenze und der Harz in der Mitte des Landes. Alle drei sind für ihre Natur ebenso bekannt wie für ihre Rolle in der deutschen Kultur und Literatur.
Vom Kahlschlag zur Forstwissenschaft
- Römerzeit und MittelalterGroße Teile für Landwirtschaft und Siedlungen gerodet; Holz intensiv für Bau, Heizung und Gewerbe genutzt.
- 18. Jahrhundert: der SchreckenDie Holzversorgung droht zu versiegen. Von Carlowitz formuliert 1713 den Grundsatz der Nachhaltigkeit.
- 19. Jahrhundert: die WissenschaftSystematische Forstwirtschaft mit Umtriebszeiten, Ertragstafeln und Pflanzschemata. Deutsche Forstschulen werden weltweit zum Vorbild.
- 20. Jahrhundert: der NadelholzackerGroßflächige Anpflanzung von Fichte in gleichaltrigen Beständen, ausgerichtet auf maximalen Holzertrag.
- Heute: die KorrekturTrockenheit und Buchdrucker zwingen zum Umbau hin zu gemischtem, mehrschichtigem Wald mit mehr Laubholz und mehr Artenmischung.
Häufige Fragen zu deutschen Wäldern
Wie viel Wald hat Deutschland?
Etwa 11,4 Millionen Hektar, rund 32 Prozent der Landfläche.
Woher kommt das Wort Nachhaltigkeit?
Aus der deutschen Forstwirtschaft. Hans Carl von Carlowitz schrieb 1713 über Nachhaltigkeit: nicht mehr Holz ernten, als nachwächst. Siehe nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Welche Bäume wachsen in deutschen Wäldern?
In den Laubwäldern vor allem Buche, Eiche und Ahorn; in den Nadelwäldern Fichte und Waldkiefer. In den Bergen kommen Weißtanne und Buche zusammen vor.
Was ist mit den deutschen Fichtenwäldern los?
Jahre der Trockenheit schwächten die Bäume, wonach der Buchdrucker ganze Bestände auslöschte. Teile des Harzes und des Sauerlands liegen dadurch kahl.
Deutsche Wälder im Verhältnis
Das Land, das die Nachhaltigkeit erdacht hat, sieht jetzt, was geschieht, wenn man eine Art zu viel pflanzt.
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Fotos über Wikimedia Commons: Nationalpark Hainich, Thüringen — Chattus, CC BY-SA 4.0 · Rabenklippe, Harz — Fährtenleser, CC BY-SA 4.0 · Nationalpark Schwarzwald — MHikeBike, CC BY 2.0