Laubbäume
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ÜbersichtLaubbäume
Laubwerfende Riesen, die langsamer wachsen, dichteres Holz bilden und sich mit Gerbsäuren verteidigen. Das Gegenstück zum Nadelholz.
- Bedecktsamer
- Langsames Wachstum, dichtes Holz
- Gerbstoffe gegen Fäulnis


Laubbäume in Kürze
Laubbäume sind Bedecktsamer: sie bilden Blüten und Früchte mit bedeckten Samen, und die meisten werfen im Herbst ihre Blätter ab.
Dieser Blattabwurf ist keine Schwäche, sondern eine Strategie. Im Herbst baut der Baum das Chlorophyll ab — daher die Farben — und wirft seine Blätter über eine Trennschicht ab. So spart er Wasser und schützt sich gegen Frost.
Die Kehrseite ist langsames Wachstum: jedes Frühjahr muss das Blätterdach neu aufgebaut werden, bevor Energie für den Stamm übrig bleibt. Schmale Jahresringe sind die Folge, und schmale Jahresringe bedeuten dichtes, festes Holz. Viele Arten lagern zudem Gerbsäuren und andere Inhaltsstoffe in ihr Kernholz ein, was Widerstand gegen Pilze und Insekten gibt.
Die Antwort steckt in diesem Kernholz. Eine Eiche lagert Gerbstoffe in den abgestorbenen Innenzellen ab; die machen das Holz bitter und für Pilze unattraktiv. Eine Fichte tut das nicht — daher Klasse 2 gegenüber Klasse 4.
- Botanische Gruppe
- Bedecktsamer (Angiospermae)
- Blätter
- breit und flach, meist im Herbst abgeworfen
- Wuchs
- langsam; schmale Jahresringe
- Holz
- dicht und fest
- Schutz
- Gerbstoffe und Inhaltsstoffe im Kernholz
- Lebensdauer
- oft 100 bis über 500 Jahre
Seien wir ehrlich: langsames Wachstum bedeutet auch teures Holz und eine lange Amortisationszeit für den Forstbetrieb. Eine Eiche, die heute gepflanzt wird, ist erst in einem Jahrhundert erntereif. Das erklärt, warum Eichenholz ein Vielfaches von Fichte kostet.
Die Laubbäume Belgiens und der Niederlande
| Art | Merkmale | Das Holz |
|---|---|---|
| Stieleiche (Quercus robur) | Gelappte Blätter, Eicheln mit Becher; 500 bis 1000 Jahre alt | Dicht und zäh, viele Gerbstoffe — Klasse 2 |
| Rotbuche (Fagus sylvatica) | Glatte graue Rinde, bis 40 m | Hart und gleichmäßig, aber Klasse 5 — drinnen |
| Esche (Fraxinus excelsior) | Gefiederte Blätter, schnellwüchsig für einen Laubbaum | Fest und elastisch — Werkzeug und Sport |
| Ahorn (Acer) | Handförmige Blätter, geflügelte Früchte | Hell und hart, fein in der Maserung |
| Pappel (Populus) | Sehr schnellwüchsig, bis 30 m | Leicht und weich — ein Laubholz weicher als Fichte |
| Birke (Betula) | Weiße Rinde, Pionierart | Fein und leicht, viel verwendet in Sperrholz |
Die Pappel ist botanisch ein Laubbaum und damit Laubholz, aber sie ist weicher als Fichte. Schnelles Wachstum gibt breite Jahresringe und geringe Dichte — genau deshalb handelt die Einteilung in Laub- und Nadelholz von der Botanik, nicht von der Härte.
Wie ein Stamm aufgebaut ist
- RindeDie äußerste Schicht: Schutz gegen Austrocknung, Fraß und Frost.
- KambiumDie dünne Wachstumsschicht unter der Rinde. Hier entstehen jedes Jahr neue Zellen — nach außen Bast, nach innen Holz. Das ist es, was Jahresringe schafft.
- SplintholzDie hellere Außenzone, die Wasser und Nährstoffe in die Krone transportiert. Lebendes Gewebe und dadurch vergänglich.
- KernholzDie dunkle Innenzone aus abgestorbenen Zellen, gefüllt mit Gerbstoffen. Sie trägt den Baum und liefert das dauerhafte Holz.
Der Unterschied zwischen Kern und Splint bestimmt, wie lange ein Brett draußen hält — mehr als die Holzart selbst. Siehe den Leitfaden zu Kernholz und Splintholz.
In Bildern · Was ein Laubbaum im Jahresverlauf tut
Schematische Zeichnung.
Was ein Laubbaum im Jahresverlauf tut
Frühling
Neue Blätter aus den Knospen. Der Baum zehrt von Reserven in Wurzeln und Stamm, bis das Laub sich selbst zurückzahlt.
Sommer
Volle Photosynthese. Dann wird der Jahresring gebildet — breite, helle Frühholzzellen zuerst, dichtere Spätholzzellen später.
Herbst
Chlorophyll wird abgebaut, die gelben und roten Pigmente werden sichtbar, und eine Trennschicht löst das Blatt.
Winter
Ruhe. Kein Laub bedeutet keinen Wasserverlust und kein empfindliches Gewebe, das erfrieren kann.
Häufige Fragen zu Laubbäumen
Was ist der Unterschied zwischen Laubbäumen und Nadelbäumen?
Laubbäume sind Bedecktsamer mit breiten Blättern und Samen in Früchten; Nadelbäume sind Nacktsamer mit Nadeln und Samen in Zapfen. Laubbäume wachsen langsamer und liefern dichteres Holz. Siehe Nadelholz.
Ist Laubholz immer Hartholz?
Botanisch ja — Laubholz bedeutet Holz von Laubbäumen. Aber Pappel und Balsa sind Laubholz und weicher als Fichte. Siehe Hartholz gegenüber Weichholz.
Warum verfärben sich Blätter im Herbst?
Der Baum baut das grüne Chlorophyll ab, um den Stickstoff zurückzugewinnen. Die gelben und orangen Pigmente, die immer schon da waren, werden dann sichtbar; rote Farben bildet der Baum selbst.
Welcher Laubbaum liefert das dauerhafteste Holz?
In unseren Breiten die Eiche (Klasse 2) und die Edelkastanie. Buche und Esche sind hart, aber nicht dauerhaft — die gehören nach drinnen.
Laubbäume im Verhältnis
Langsames Wachstum, dichtes Holz, lange Leben — das Gegenstück zum Nadelwald.
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Fotos über Wikimedia Commons: Zoniënwoud, Brussel — Edison McCullen, CC BY-SA 4.0 · Zoniënwoud, Brussel — Stephane Mignon, CC BY 2.0