Welche Pflanzen in Blumenkästen im Freien?

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Der Garten drumherum

Welche Pflanzen in Blumenkästen im Freien?

Ein Kasten ist ein extremer Standort: wärmer im Sommer, kälter im Winter und schneller trocken als das freie Land. Was es dort schafft, ist eine kürzere Liste, als Sie denken.

  • Sonne oder Schatten zuerst
  • Winterhart ≠ winterhart im Kasten
  • Wasser ist der Engpass
Bepflanzung
Zusammengefasst

Warum ein Kasten schwieriger ist als der Garten

Dieselbe Pflanze, die im Beet gedeiht, kann in einem Kasten binnen einer Saison aufgeben. Das liegt nicht an der Pflanze.

Ein Kasten hat ein begrenztes Erdvolumen, und dieses Volumen trocknet von allen Seiten aus. Im Hochsommer kann ein mittelgroßer Kasten auf einer Terrasse binnen zwei Tagen knochentrocken sein. Gießen ist deshalb keine Nebensache, sondern der wichtigste Faktor bei Ihrer Pflanzenwahl.

Im Winter gilt das Umgekehrte. Im freien Land sitzt der Wurzelballen geschützt; in einem Kasten friert die Erde von allen Seiten durch. Eine Pflanze, die als winterhart bis minus fünfzehn Grad angegeben ist, müsste in einem Kasten eigentlich bis deutlich tiefer winterhart sein. Rechnen Sie mit etwa einer Zone strenger.

Und dann der Standort. Sonne oder Schatten bestimmt mehr als der Geschmack: eine Schattenpflanze nach Süden verbrennt, und ein Sonnenanbeter im Schatten blüht schlicht nicht. Schauen Sie zuerst, wie viele Stunden direkte Sonne Ihr Platz bekommt, und wählen Sie erst danach.

Die drei Fehler

Zu kleiner Kasten für die Pflanze, kein Abzugsloch, und Gießen nach Plan statt nach der Erde. Stecken Sie den Finger zwei Zentimeter in die Erde: fühlt es sich trocken an, dann gießen. Fühlt es sich feucht an, dann nicht — auch wenn Samstag ist.

Sonne
mehr als sechs Stunden direktes Licht
Halbschatten
drei bis sechs Stunden
Schatten
weniger als drei Stunden
Kastentiefe Einjährige
ab 20 cm
Kastentiefe Stauden
30 bis 40 cm
Winterhärte im Kasten
rechnen Sie eine Zone strenger
Wasser im Sommer
täglich prüfen, nach Gefühl gießen

Seien wir ehrlich: ein Kasten verlangt im Juli und August nahezu täglich Aufmerksamkeit. Wer zwei Wochen in Urlaub fährt ohne Nachbarn oder Tropfsystem, kommt zu toten Pflanzen zurück — wie gut Ihre Wahl auch war. Wollen Sie das nicht, wählen Sie ausgesprochen trockenheitsverträgliche Arten und einen größeren Kasten: mehr Volumen bedeutet mehr Puffer.

Standort

Was wo funktioniert

Standort Funktioniert gut Warum
Volle Sonne, trocken Lavendel, Rosmarin, Thymian, Salbei, Fetthenne, Olive mediterrane Arten sind auf wenig Wasser gebaut
Volle Sonne, mit Wasser Geranie, Petunie, Eisenkraut, Salbei, Ziergräser blüht den ganzen Sommer, wenn Sie nachgießen
Halbschatten Funkie, Hortensie, Buchsbaumersatz, Purpurglöckchen, Farne vertragen weniger Licht und trocknen langsamer aus
Schatten Farne, Funkie, Efeu, Skimmie Laub statt Blüte — darin liegt hier der Reiz
Windiger Platz niedrige Stauden, Ziergräser hohe Pflanzen in einem Kasten kippen um oder trocknen schneller aus
Balkon über dem dritten Stock trockenheitsverträgliche Arten Wind und Sonne verstärken einander in der Höhe
Das ganze Jahr

Ein Kasten, der zwölf Monate trägt

Frühjahr

Zwiebelgewächse, die Sie im Herbst gesetzt haben: Narzisse, Traubenhyazinthe, Tulpe. Danach Stiefmütterchen und Primeln, um die Lücke bis Mai zu füllen.

Sommer

Die volle Saison. Einjährige wie Geranie, Petunie und Eisenkraut blühen ununterbrochen, sofern Sie gießen und Verblühtes entfernen.

Herbst

Skimmie, Heide, Ziergräser und Chrysantheme. Der Herbst ist auch der Moment, Zwiebeln für das nächste Frühjahr zu setzen.

Winter

Struktur statt Blüte: Buchsbaumersatz, Efeu, Skimmie mit Beeren, und Stiefmütterchen, die bei mildem Wetter weiterblühen.

Das Rückgrat

Ein oder zwei bleibende Pflanzen je Kasten, und darum herum wechseln. So steht nie ein leerer Kasten da, auch nicht im Februar.

Kombinieren

Die klassische Dreiteilung: etwas Aufrechtes in der Mitte, etwas Füllendes darum herum und etwas Hängendes über den Rand.

Praktisch

Wasser, Nährstoffe und der Winter

  1. Gießen nach GefühlStecken Sie den Finger zwei Zentimeter in die Erde. Trocken heißt gießen, feucht heißt warten. Im Juli und August ist das oft täglich; im Oktober alle Woche.
  2. Gründlich gießenGießen Sie, bis unten Wasser herausläuft, statt jeden Tag einen Schluck. Oberflächliches Gießen ergibt Wurzeln, die nach oben wachsen und noch schneller austrocknen.
  3. Nährstoffe ab MaiBlumenerde ist nach sechs bis acht Wochen erschöpft. Ab Mai alle zwei Wochen Flüssigdünger, oder Langzeitdünger beim Pflanzen.
  4. Verblühtes entfernenEine Pflanze, die Samen ansetzt, hört auf zu blühen. Wöchentlich Verblühtes zu entfernen verlängert die Saison erheblich.
  5. Vor dem FrostStellen Sie empfindliche Kästen an eine Mauer oder frostfrei weg und wickeln Sie den Kasten selbst ein, wenn die Pflanze winterhart ist, die Wurzeln aber nicht. Sorgen Sie dafür, dass kein Wasser im Kasten stehen bleibt.
  6. Alle zwei bis drei Jahre umtopfenSubstrat sackt zusammen und erschöpft sich. Es zu ersetzen tut mehr für Ihre Pflanzen als zusätzlicher Dünger.
Schnelle Antwort

Häufige Fragen zu Pflanzen in Blumenkästen

Welche Pflanzen vertragen Trockenheit in einem Kasten?

Mediterrane Arten: Lavendel, Rosmarin, Thymian, Salbei und Dickblattgewächse wie die Fetthenne. Sie sind auf wenig Wasser gebaut und vertragen einen Kasten, der ab und zu austrocknet.

Was geht im Schatten?

Farne, Funkie, Efeu und Skimmie. Im Schatten holen Sie den Reiz aus Laub und Form statt aus der Blüte.

Wie oft muss ich gießen?

Nicht nach Plan, sondern nach Gefühl. Stecken Sie den Finger zwei Zentimeter in die Erde: trocken heißt gießen. Im Sommer oft täglich, im Herbst viel seltener.

Sind winterharte Pflanzen auch im Kasten winterhart?

Nicht selbstverständlich. In einem Kasten friert der Wurzelballen von allen Seiten durch. Rechnen Sie mit etwa einer Härtezone strenger als das, was auf dem Etikett steht.

Muss ich düngen?

Ab Mai schon. Blumenerde ist nach sechs bis acht Wochen erschöpft; danach alle zwei Wochen Flüssigdünger oder Langzeitdünger beim Pflanzen.

Wie bekomme ich einen Kasten, der das ganze Jahr schön ist?

Arbeiten Sie mit ein oder zwei bleibenden Pflanzen als Rückgrat und wechseln Sie darum herum je Jahreszeit. Dann steht im Februar kein leerer Kasten da.

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