Die Kiefer und ihre Arten:

Der Holzratgeber · Rechnen mit Holz

Der Baum hinter dem Holz

Die Kiefer

Immergrün, harzreich und überraschend zäh. Von der sibirischen Tundra bis zur Mittelmeerküste: Kiefern haben sich überall angepasst — und eine Art liefert das Kiefernholz, das wir verarbeiten.

  • Gattung Pinus
  • Meist 15 bis 45 Meter
  • 100 bis 1.000 Jahre alt
Pinus
Kennenlernen

Eine Gattung der Extreme

Kiefern sind immergrüne, harzreiche Nadelbäume. Die meisten Arten werden 15 bis 45 Meter hoch, aber die Spannweite innerhalb der Gattung ist enorm — von kriechenden Sträuchern bis zu Bäumen von achtzig Metern.

Dieser Harzreichtum ist genau das, was die Kiefer so erkennbar macht: der Geruch beim Sägen, die Äste, die durch eine Farbschicht bluten können, und der natürliche Schutz, der das Kernholz dauerhafter macht als das der Fichte. Für alle, die mit Kiefer arbeiten, ist das keine Anekdote, sondern tägliche Praxis.

Rekorde aus der Gattung

Die höchste Kiefer, die wir kennen, ist eine Ponderosa im Süden Oregons: gut 81 Meter. Die kleinsten sind die Sibirische Zwergkiefer und die Potosí-Piñon, die nicht über ein paar Meter hinauskommen. Und Methusalem, eine Great Basin Bristlecone Pine, ist fast 5.000 Jahre alt — eines der ältesten lebenden Organismen der Erde. Sein noch älterer Artgenosse Prometheus, gefunden am Wheeler Peak in Nevada, wurde auf etwa 4.900 Jahre geschätzt.

Die Vielfalt

Sechs bemerkenswerte Kiefernarten

Von kalter Tundra bis zur mediterranen Küste — und eine, der Sie fast täglich begegnen, ohne es zu wissen.

WaldkieferPinus sylvestris

Waldkiefer

Die wichtigste für uns: das ist der Baum, der Kiefernholz liefert. Heimisch von Schottland bis tief nach Sibirien, meist 25 bis 35 Meter hoch.

Verwendet für Bauholz, Möbelbau und Papierherstellung.

SchwarzkieferPinus nigra

Schwarzkiefer

Wird etwa 25 Meter hoch, mit einer dunklen, grünschwarzen Rinde. Beliebt als Zierbaum in Parks in Europa und Nordamerika.

Sibirische ZwergkieferPinus pumila

Sibirische Zwergkiefer

Eine niedrige, oft kriechende Kiefer von einigen Metern Höhe, die in den kältesten Klimazonen wächst und Temperaturen bis -50 °C übersteht.

Kanarische KieferPinus canariensis

Kanarische Kiefer

Heimisch auf den Kanarischen Inseln und Madeira, in der Regel 20 bis 25 Meter. Besonders brandbeständig: nach einem Waldbrand treibt sie einfach wieder aus.

Amerikanische WeißkieferPinus monticola

Amerikanische Weißkiefer

Aus dem Westen Nordamerikas, bis etwa dreißig Meter hoch, mit langen schlanken Nadeln, die sich beim Altern gelbbraun färben.

KoreakieferPinus koraiensis

Koreakiefer

Aus Ostasien, bekannt für ihre großen essbaren Pinienkerne — der meistgehandelte Pinienkern der Welt stammt von dieser Art.

Vom Baum zum Brett

Was von der Kiefer in Ihrem Garten steht

Die Waldkiefer liefert das Kiefernholz, das Sie in Zäunen, Picknicktischen und Gartenhäusern wiederfinden.

Kiefer erkennen Sie am rotbraunen Kernholz, den deutlichen Ästen und dem Harzgeruch. Das Kernholz erreicht Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4; das helle Splintholz darum herum Klasse 5. Für draußen wird es deshalb imprägniert — genau wie bei Fichte, dem Holz der Fichte.

Wir bauen unsere KING-Picknicktische aus imprägniertem Nadelholz, mit Bohlen von 40 mm — und die ROYAL KING-Linie mit 45 mm.

Kiefer oder Fichte? Schauen Sie auf die Nadeln

Bei Kiefern sitzen die Nadeln in Büscheln von zwei bis fünf. Bei Fichten stehen sie einzeln am Zweig. Dieser Unterschied setzt sich bis ins Holz fort: Kiefer ist harzreicher und wärmer in der Farbe, Fichte blasser und gleichmäßiger. Die ganze Geschichte steht in Kiefer oder Fichte.

Schnelle Antwort

Häufige Fragen zur Kiefer

Welche Kiefer liefert Kiefernholz?

Die Waldkiefer, Pinus sylvestris. Das ist das Holz, das im Handel Kiefer heißt — warm rotbraunes Kernholz mit deutlichen Ästen.

Wie alt kann eine Kiefer werden?

Hundert bis tausend Jahre, je nach Art und Standort. Methusalem, eine Great Basin Bristlecone Pine, ist fast 5.000 Jahre alt und damit eines der ältesten lebenden Organismen der Erde.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kiefer und einer Fichte?

Die Nadeln: bei Kiefern sitzen sie in Büscheln von zwei bis fünf, bei Fichten einzeln am Zweig. Auch das Holz unterscheidet sich — Kiefer ist harzreicher und wärmer in der Farbe als Fichte.

Warum blutet Harz aus Kiefernholz?

Weil der Baum Harzkanäle hat, die nach dem Sägen aktiv bleiben können, vor allem rund um die Äste. Wärme macht das Harz flüssig. Beim Streichen sperren Sie harzreiche Stellen zuerst mit einer Grundierung ab.

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Vom Baum zum Möbel

Wer den Baum kennt, versteht das Holz. Und umgekehrt.

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