Die Blaufichte
Die Blaufichte
Aus den Rocky Mountains, bei uns der bekannteste blaue Nadelbaum in Garten und Vorgarten. Schön anzusehen, schmerzhaft anzufassen.
- Picea pungens
- Blaue, stechende Nadeln
- Staatsbaum von Colorado
Die Blaufichte in Kürze
Eine steife, kegelförmige Fichte aus den Rocky Mountains mit Nadeln, die durch eine Wachsschicht blau bis silbergrau gefärbt sind.
In den Bergen von Colorado, Utah und Umgebung wächst sie an Bächen und an kühlen Hängen. Sie ist der Staatsbaum von Colorado. Ihr wissenschaftlicher Name pungens bedeutet „stechend“, und das spüren Sie: die Nadeln sind steif und messerscharf.
Die blaue Farbe stammt von einer Wachsschicht auf den Nadeln. In freier Natur reicht sie von grün bis stahlblau; in Baumschulen wurden die blauesten Formen ausgelesen, etwa die bekannten Sorten „Glauca“ und „Hoopsii“.
Eine wachsartige Schicht auf den Nadeln reflektiert Licht und schützt vor Austrocknung und starker Sonne. Sie nutzt sich mit den Jahren ab; ältere Nadeln werden dadurch oft grüner.
- Botanisch
- Picea pungens
- Herkunft
- Rocky Mountains, Nordamerika
- Höhe
- in freier Natur 25–30 m, bei uns meist niedriger
- Nadeln
- vierkantig, steif, sehr stechend, blau bis grün
- Rinde
- grau, schuppig
- Holz
- kein Handelsholz von Bedeutung
Seien wir ehrlich: das Holz der Blaufichte ist astig und wenig wertvoll. Sie wird wegen ihrer Farbe gepflanzt, nicht wegen ihres Holzes — und in einem kleinen Vorgarten wird sie auf Dauer oft zu groß.
In Bildern · So erkennen Sie eine Blaufichte
Schematische Zeichnung.
So erkennen Sie eine Blaufichte
BlaufichtePicea pungens
Blaue Farbe
Blau bis silbergrau durch eine Wachsschicht, vor allem bei den Zuchtformen.
Messerscharfe Nadeln
Steif, vierkantig und so scharf, dass Sie sie lieber nicht anfassen.
Steife, regelmäßige Form
Ein breiter, regelmäßiger Kegel mit waagerechten Ästen in deutlichen Quirlen.
Graue Rinde
Grau und schuppig, ohne das Rotbraun der Gemeinen Fichte.
Das Holz der Blaufichte
Astig
Durch die dichten Astquirle steckt das Holz voller Äste.
Leicht und spröde
Hell in der Farbe, leicht im Gewicht und spröder als Fichtenholz.
Kein Handelsholz
Es wird kaum gesägt; der Baum wird als Zierbaum und Weihnachtsbaum gepflanzt.
Weihnachtsbaum
Wegen ihrer kräftigen Äste und ihrer Farbe auch als Weihnachtsbaum verkauft — mit Handschuhen schmücken.
In freier Natur wird die Blaufichte ein stattlicher Baum. Wer sie in einen kleinen Garten pflanzt, wählt besser eine langsam wachsende Zwergform.
Häufige Fragen zur Blaufichte
Warum ist die Blaufichte blau?
Durch eine Wachsschicht auf den Nadeln, die das Licht reflektiert. Zuchtformen wurden gezielt auf besonders blaue Farbe ausgelesen.
Sticht eine Blaufichte?
Ja, kräftig. Die Nadeln sind steif und sehr scharf; der Name pungens bedeutet „stechend“.
Wie groß wird eine Blaufichte?
In freier Natur 25 bis 30 Meter; in Gärten bleiben vor allem die Zuchtformen meist kleiner.
Wird Blaufichtenholz verwendet?
Kaum. Es ist astig und wenig wertvoll; der Baum steht wegen seiner Farbe da.
Die Blaufichte im Verhältnis
Ein Zierbaum, den man vor allem mit den Augen bewundert — und besser nicht mit den Händen.
Eine Frage zu Ihrem Projekt? Stellen Sie sie ruhig — wir denken gerne mit.
Foto über Wikimedia Commons: Picea pungens — James St. John, CC BY 2.0