Die Namensverwirrung hält sich hartnäckig: In Österreich und Deutschland wird Robinie im Volksmund oft einfach „Akazie" genannt — dabei ist echte Acacia ein völlig anderes Pflanzengeschlecht, das ursprünglich aus Australien und Afrika stammt. Die korrekte Bezeichnung lautet Robinia pseudoacacia, auf Englisch black locust, auf Französisch faux acacia.
Was Robinie auszeichnet: Es ist die einzige in Europa im großen Maßstab angebaute Holzart, die Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 erreicht — also vergleichbar mit Teak, jedoch ohne tropischen Regenwald. Für Pfosten, Spielgeräte und Verbauungen ist sie damit die europäische Antwort auf imprägniertes Nadelholz oder tropisches Hartholz.
Herkunft: Ungarische Plantagen
Der größte Teil des verarbeiteten Robinienholzes stammt aus ungarischen Anpflanzungen rund um 1950. Ungarn besitzt die größten Robinienbestände Europas und ist der wichtigste Lieferant — eine kurze Transportkette und ein echter europäischer Kreislauf.
- Botanisch
- Robinia pseudoacacia L.
- Familie
- Leguminosae (Fabaceae)
- Ursprung
- Nordamerika
- Wichtigste Herkunft
- Ungarn, seit ca. 1950
- Dauerhaftigkeit
- Klasse 1–2, Erdkontakt
- Andere Namen
- Falsche Akazie, Black Locust, Faux Acacia
Ehrlich gesagt: Robinie wächst krumm. Die Stämme sind selten gerade und oft gedreht — das macht lange, gerade Bretter zur Rarität. Deshalb taucht sie hauptsächlich bei Pfosten, kurzen Bauteilen und Spielgeräten auf, nicht bei 3-Meter-Tischplatten.