Was ist Azobé-Holz?

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Azobé-Holz

Bongossi, Ekki, Aba: eine Holzart mit vier Namen, und überall derselbe Ruf. Wenn eine Konstruktion Jahrzehnte im Wasser stehen muss, ist das die Antwort.

  • Lophira alata
  • 940–1 100 kg/m³
  • Klasse 1, auch im Wasser
Lophira alata
Zusammengefasst

Azobé kurz gefasst

Eine tropische Hartholzart aus Westafrika, und das Holz, auf dem der niederländische und belgische Wasserbau läuft.

Die Zahlen sagen genug: 940 bis 1.100 kg/m³ bei 12 % Feuchtegehalt, und frisch gesägt sogar 1.100 bis 1.300 kg/m³. Das ist schwerer als Wasser, schwerer als die meisten tropischen Arten, und schwer genug, dass Sie einen Balken zu zweit kaum heben.

Diese Masse ist genau der Grund, warum es in Spundwänden, Schleusentoren und Brückenbelägen steckt. Azobé gibt nicht nach, fault nicht, und lässt sich durch den Wechsel von nass und trocken nicht aus der Form bringen.

Vier Namen, ein Baum

Aba in Nigeria, Bongossi in Kamerun und Deutschland, Ekki in Nigeria und Großbritannien, Hendui in Liberia und Sierra Leone. Diese Verbreitung der Namen sagt etwas: das Holz wird überall dort geschätzt und gehandelt, wo es wächst.

Botanisch
Lophira alata
Herkunft
Westafrika
Dichte
940–1.100 kg/m³ bei 12 % Feuchte
Frisch gesägt
1 100–1 300 kg/m³
Dauerhaftigkeit
Klasse 1
Farbe
dunkel purpurbraun bis rotbraun

Seien wir ehrlich: Azobé reißt am Hirnholz leicht und arbeitet beim Trocknen stark. Hirnkanten müssen abgedichtet werden, und das Holz gehört nicht in Anwendungen, bei denen enge Formstabilität zählt. Zudem: das Bearbeiten ist schwer, Vorbohren Pflicht, und der Staub ist reizend.

Messbar

Warum es den Wasserbau schafft

Extrem dicht

940 bis 1.100 kg/m³. Wasser dringt kaum ein, und ohne Wasser kein Pilz.

Sehr verschleißfest

Ein Brückenbelag aus Azobé verträgt jahrelang schweren Verkehr, ohne sich abzunutzen.

Dauerhaftigkeitsklasse 1

Auch im dauerhaften Kontakt mit Wasser und Erde, wo fast jede andere Art aufgibt.

Hohe Biegefestigkeit

Große Spannweiten ohne Durchbiegung — der Grund, warum es in Brücken steckt.

Anwendungen

Wofür Azobé dient

Anwendung Warum Azobé Alternative
Spundwände und Uferbefestigung Klasse 1 bei dauerhaftem Erd- und Wasserkontakt Bilinga, oder Stahl
Schleusentore und Dalben Masse und Verschleißfestigkeit Bilinga
Brückenbeläge Biegefestigkeit und Verschleißfestigkeit Ipé, Stahl-Holz-Kombinationen
Hafenbauten und Stege Widerstandsfähig gegen Salzwasser Bilinga
Bahnschwellen Tragfähigkeit und Lebensdauer Beton
Gartenmöbel Ungeeignet — zu schwer und zu grob Teak, Akazie, imprägnierte Fichte
Nicht für den Garten

Azobé ist ein Holz für den Tiefbau. Es ist zu schwer zum Bewegen, zu grob für Möbelarbeit und es reißt am Hirnholz. Für Gartenmöbel schauen Sie zu Teak oder Akazie; für eine Terrasse zu Ipé.

Schnelle Antwort

Häufige Fragen zu Azobé-Holz

Wie schwer ist Azobé genau?

940 bis 1.100 kg/m³ bei 12 % Feuchtegehalt, und frisch gesägt 1.100 bis 1.300 kg/m³. Zum Vergleich: Fichte liegt bei rund 450 kg/m³.

Kann Azobé in Salzwasser?

Ja, das ist eine seiner stärksten Eigenschaften. Es steckt seit Jahrzehnten in Hafenbauten, Schleusentoren und Dalben. Siehe auch Bilinga, das dasselbe kann.

Warum reißt Azobé an den Enden?

Durch die hohe Dichte und das starke Arbeiten beim Trocknen: das Hirnholz trocknet schneller als der Kern und reißt dann auf. Abdichten mit einer Hirnholzbeschichtung begrenzt es.

Ist Azobé für eine Terrasse geeignet?

Es geht, aber es ist nicht die logische Wahl: zu schwer, grob in der Struktur und schwierig zu bearbeiten. Ipé ist für Terrassen die bessere tropische Option.

Weiter im Holzratgeber

Azobé im Verhältnis

Das schwerste Extrem des Registers — gegenüber Balsa auf der anderen Seite.

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