Was ist Akazienholz?

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Laubholz · aus unserer Werkstatt

Akazienholz

Kein exotisches Importprodukt, sondern ein Baum, der seit Jahrhunderten bei uns wächst — und eine der härtesten und wetterfestesten Holzarten, die Europa zu bieten hat.

  • Robinia pseudoacacia
  • 730–800 kg/m³ — schwerer als Eiche
  • Klasse 1–2 · unbehandelt brauchbar
Robinia pseudoacacia
Zusammengefasst

Akazie kurz gefasst

Der europäische Standard für hochwertiges Außenholz: so hart, dass es tropischen Arten gleichkommt, und so dauerhaft, dass Imprägnieren überflüssig ist.

Was die Akazie besonders macht, ist die Verbindung: sie erreicht Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 — dasselbe Niveau wie Teak — wächst aber einfach in Ungarn, Frankreich oder Deutschland. Mit einer Umtriebszeit von 20 bis 30 Jahren, gegenüber 40 bis 80 Jahren bei Tropenholz. Kurze Lieferkette, hohe Leistung.

Was wir daraus bauen

Bistrosets, Sonnenliegen, Gartentische und die Belloro-Gartenbank mit integriertem Klapptisch. Sehen Sie sich das Hartholz-Sortiment.

Botanisch
Robinia pseudoacacia
Kernholz
gelbgrün bis olivbraun, dunkelt nach
Dichte
730–800 kg/m³
Härte
6 800–7 200 N (Janka)
Draußen
Klasse 1–2 — Jahrzehnte
Pflege
nicht nötig; Öl nur für die Farbe
Preisklasse
mittel

Seien wir ehrlich: Akazie schwindet mäßig bis stark. Falsch getrocknetes Holz reißt oder verzieht sich — bei diesem Holz ist korrektes Trocknen kein Detail.

Der Baum

Von Nordamerika zum europäischen Forsterfolg

Die Robinie stammt aus dem Osten Nordamerikas. Anfang des siebzehnten Jahrhunderts brachte der französische Botaniker Jean Robin — nach dem der Baum benannt ist — die Art nach Europa.

Was folgte, war eine der gelungensten Holzeinführungen der europäischen Waldgeschichte. Heute wird Akazie in großem Umfang in Ungarn angebaut — bei weitem der größte Produzent — und daneben in Frankreich, Deutschland, Rumänien und Bulgarien.

Die kurze Umtriebszeit macht den Anbau wirtschaftlich attraktiv und ökologisch interessant: weniger Transport, kürzere Lieferkette, und keine chemische Behandlung nötig, weil das Holz von Natur aus schon dauerhaft ist. Fragen Sie beim Kauf ruhig nach der Herkunft des Holzes — ein Lieferant, der sie kennt, ist ein gutes Zeichen.

Warum „Falsche Akazie“?

Die echten Akazien sind eine ganz andere Gattung, zu Hause in Afrika und Australien. Die Robinie ähnelt ihnen und bekam so den Beinamen. Im Holzhandel ist „Akazie“ inzwischen der gängige Name — aber auf einem technischen Dokument sehen Sie oft Robinia pseudoacacia stehen.

Die Zahlen

Technische Eigenschaften

Eigenschaft Wert Was das bedeutet
Rohdichte 730–800 kg/m³ Schwerer als Eiche; fühlt sich robust an
Dauerhaftigkeitsklasse (EN 350) Klasse 1–2 Sehr dauerhaft, auch unbehandelt draußen brauchbar
Härte (Janka) 6 800–7 200 N Außergewöhnlich verschleißfeste Oberfläche
Festigkeitsklasse D35 Hohe Biege- und Druckfestigkeit
Schwindung Mäßig bis hoch Korrektes Trocknen ist entscheidend
Was Klasse 1–2 konkret bedeutet

Nach EN 350 hat Klasse 1 eine erwartete Lebensdauer von mehr als 25 Jahren im Erdkontakt; Klasse 2 beginnt bei 15 Jahren. Akazie liegt an der Grenze zwischen beiden — in der Praxis halten gut verarbeitete Stücke Jahrzehnte ohne jeden chemischen Schutz.

So erkennen Sie Akazie

Sofort erkennbar am Kontrast zwischen Kern und Splint, und an der groben Maserung ringporigen Holzes.

Farbe

Kernholz gelbgrün bis warm olivbraun, das allmählich nachdunkelt. Der Splintrand ist schmal und blassgelb, deutlich abgegrenzt.

Maserung und Struktur

Grob bis sehr grob, mit gerader bis leicht unregelmäßiger Faser. Ringporig, mit ausgeprägt sichtbaren Jahresringen.

Glanz

Nach der Beschichtung bekommt die Oberfläche einen charakteristischen, feinen Glanz, den Sie bei wenigen anderen europäischen Arten sehen.

Altern

Draußen vergraut Akazie wie Teak allmählich zu silbergrauer Patina. Wer die Farbe bewahren will, verwendet Öl oder Beize.

Anwendungen

Wo Akazie glänzt

Anwendungsbereich Beispiele Entscheidender Vorteil
Gartenmöbel Tische, Stühle, Bänke, Liegestühle Wetterfest ohne Behandlung
Terrassenbelag Stegdielen, Deckelemente Verschleiß- und fäulnisbeständig
Wasserbau Uferbefestigungen, Stege, Kaianlagen Ausgezeichnete Wasserbeständigkeit
Bauholz Pfosten, Balken, Spielgeräte Hohe Festigkeit und Dauerhaftigkeit verbunden

Für Gartenmöbel ist Akazie eine logische Wahl: von Natur aus feuchtebeständig, keine jährliche Imprägnierung nötig, und fest genug, um jahrzehntelangen täglichen Gebrauch zu überstehen.

Aus unserem Sortiment

Akazie im Garten

Massives Akazienholz, montiert geliefert und einsatzbereit.

Aus der Werkstatt

Akazie verarbeiten

Kein Holz für stumpfe Beitel. Die Verbindung von Härte und wechselnder Faser verlangt Aufmerksamkeit.

  1. Scharfes WerkzeugAusschließlich scharfes Säge- und Hobelwerkzeug; Hartmetallbestückung ist vorzuziehen.
  2. Langsam trocknenKontrolliertes Trocknen verhindert Risse und Verzug — bei Akazie der wichtigste Schritt von allen.
  3. Leimen mit dem richtigen LeimMöglich, aber der hohe Gerbstoffgehalt verlangt einen PU- oder Resorcinleim für ein gutes Ergebnis.
  4. Immer vorbohrenOhne Vorbohren spaltet dieses Holz beim Schrauben.
  5. Entfetten vor der BeschichtungNach leichtem Entfetten nimmt Akazie Öle, Beizen und Lacke gut an.
Wenig Arbeit

Akazie pflegen

Eine der anspruchslosesten Holzarten für draußen. Diese Grundregeln genügen.

Reinigen

Wasser und eine weiche Bürste genügen. Kein Hochdruckreiniger auf dem Holz selbst.

Öl oder Beize

Für die Dauerhaftigkeit nicht Pflicht, wohl aber nützlich, wenn Sie den warmen Braunton bewahren wollen. Siehe die Holzöle je Farbe.

Vergrauung

Völlig natürlich: das Holz wird silbergrau, verliert aber keine Festigkeit.

Risse

Bei großen Temperaturschwankungen können Oberflächenrisse auftreten. Normal, und rein optisch.

Winter

Einlagern ist nicht nötig, aber eine atmungsaktive Abdeckung verlängert die Lebensdauer der Beschichtung.

Schnelle Antwort

Häufige Fragen zu Akazienholz

Ist Akazienholz dasselbe wie Robinie?

Ja. Botanisch heißt der Baum Robinia pseudoacacia — die „Falsche Akazie“. Im Holzhandel spricht man von Akazie, in der Forstwirtschaft häufiger von Robinie. Es ist dasselbe Holz.

Muss ich Akazienholz behandeln?

Für die Dauerhaftigkeit nicht: Klasse 1 bis 2 spricht für sich. Wollen Sie den warmen Braunton statt des Silbergraus bewahren, ölen oder beizen Sie regelmäßig.

Warum treten Risse in meinem Akazien-Gartenmöbel auf?

Bei großen Temperaturschwankungen können Oberflächenrisse entstehen. Das ist bei diesem dichten Holz normal und rein optisch — die Konstruktion leidet nicht darunter.

Wie verhält sich Akazie zu Teak?

Beide liegen in den höchsten Dauerhaftigkeitsklassen. Akazie ist härter und wächst in Europa mit einer Umtriebszeit von 20 bis 30 Jahren; Teak ist ölreicher, stabiler und kommt aus den Tropen. Für den reinen Außeneinsatz stehen sie einander kaum nach.

Warum färbt sich Akazie an meinen Schrauben schwarz?

Durch die Gerbsäure im Holz, die mit Eisen reagiert. Verwenden Sie Befestigungen aus Edelstahl, Aluminium oder Messing — derselbe Rat wie bei Eiche.

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Akazie vergleichen

Akazie ist eine der zwölf Arten in unserem Register — die europäische Antwort auf Tropenholz.

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